Kommunikationsprobleme

Was tun bei ständigen Kommunikations- und Beziehungs­problemen?

Wenn nicht nur in Einzel­fällen, sondern ständig Spannungen, Aggressionen, Ängste und Probleme in der Kommunikation und in Beziehungen mit anderen Menschen auftreten, sollten wir uns ehrlich damit auseinander­setzen, ob möglicher­weise ein innerer Konflikt oder eine seelische Problematik bei uns selbst die Ursache dafür ist.

Das beutet nicht, dass wir selbst schwierige Menschen sind, sondern es stellt sich viel­mehr die Frage, warum wir mit uns selbst so bedenklich umgehen und immer wieder in schwierigen Situationen und problematischen Beziehungen landen. In diesem Fall wäre ein Kommunikations­training nicht ziel­führend, sondern eine Psychotherapie ratsam.

Unterschiede zwischen Kommunikations­training und Psychotherapie

Persönliches Wachstum durch Weiter­bildung versus gezielte Persönlichkeits­entwicklung

In einem Kommunikations­training erfolgt die Weiter­entwicklung kommunikativer Fähig­keiten mittels Aneignung von Kenntnissen der gelungenen und gestörten Kommuni­kation und durch professionell begleitetes Üben. Kommunikations­training ist also eine Bildungs­maßnahme. Indirekt hat zwar jede Ausbildung auch einen Einfluss auf die Persönlich­keits­entwicklung und das Selbstbewusstsein, aber sie zielt nicht darauf ab.

Hingegen verfolgt eine Psychotherapie direkt das Ziel der Persönlichkeits­entwicklung einschließlich der Verbesserung des Selbstwertgefühls und des besseren Umgangs mit sich selbst, hat aber indirekt auch einen Einfluss auf die Kommunikations­fähigkeiten und den Umgang mit anderen Menschen.

Erfahrungswissen versus Selbst­erfahrung

Im Gegensatz zu einer Psychotherapie werden beim Kommunikations­training sehr viele Kenntnisse vermittelt und Erfahrungen weiter­gegeben, während eine Psychotherapie vor allem mit Selbst­erkenntnis und Selbst­erfahrung verbunden ist.

Kommunikation hat den Anspruch, Information verständlich und vollständig zu übertragen. Deshalb werden in einem Kommunikationstraining umfassende und vertiefte Kenntnisse der gelungenen Kommunikation vermittelt, um sich selbst verständlich und vollständig in allen Aspekten (Inhalte, Sprache, Stimme, Emotionen, Körper) auszudrücken zu können.

Zudem möchten wir unser Gegenüber auch verstehen, wenn die Kommunikation aufgrund von Hilflosigkeit, Aggressionen oder problematischer psychischer Abwehr­mechanismen gestört ist. Mit den Kenntnissen der gestörten Kommunikation und den entsprechenden Kommunikations­strategien kann in diesen schwierigen Situationen sicher, bestimmt, vertrauens­bildend und deeskalierend reagiert werden.

Erstgespräch beim Kommunikations­trainer

Im Gegensatz zu Kommunikations­seminaren und Workshops wird im Falle eines Einzel­trainings üblicher­weise ein Erst­gespräch angeboten. Ein gut ausgebildeter erfahrener Kommunikations­trainer spürt entweder gleich beim Erstgespräch oder im Laufe der ersten Trainings­einheiten, wenn ein Kommunikations­training nicht zielführend ist oder allein nicht ausreicht.

Fühlen Sie sich also nicht gekränkt, wenn Ihnen gegebenen­falls eine Psychotherapie empfohlen wird, sondern nehmen Sie die Gelegenheit war, mit der psychothera­peutischen Bearbeitung der seelischen Problematik ein stabiles Fundament für eine gelungene Kommunikation zu schaffen.

Wenn es nicht ganz klar ist, ob ein Training oder eine Psychotherapie der adäquate Ansatz für die Weiter­ent­wicklung Ihrer kommuni­kativen Fähigkeiten ist, probieren Sie zuerst ein einführendes Kommunikations­seminar oder ein paar Einzel­stunden mit einem persönlichen Kommunikations­trainer aus.

Ein verantwortungs­bewusster Kommunikations­trainer wird immer dafür Sorge tragen, dass der Klient die bestmögliche Begleitung für die Weiter­ent­wicklung der Kommunikations­fähigkeiten erhält. Dazu verfügt der professionelle Trainer über ein Netzwerk an kompetenten Experten wie Psychotherapeuten, Paar- und Familien­therapeuten, Psychologen, Sprach­therapeuten bzw. Logopäden und Stimmtrainer.

Links & Downloads

Kommunikationstraining: Inhalt und Ziele eines Kommunikations­trainings mit Schwer­punkt Authen­tizität und Körper­bewusstsein.

Präsentationstraining: Die Angst vor Präsentationen über­winden durch die Weiter­ent­wicklung der Präsentations­kompetenz.

Soziale Ängste: Was tun bei Ängsten vor bestimmten Situationen der sozialen Interaktion?

Selbstunsicherheit: Wenn Schüchtern­heit und Bindungs­ängste nahe Beziehungen verhindern.

Abwehrmechanismen: Psychische Abwehr­strategien erkennen mithilfe von Kommunikations­training oder Psychotherapie.

Selbstbewusstsein: Mehr Selbstsicher­heit und Selbst­vertrauen durch Weiter­bildung und Selbstverwirklichung.