Prüfungsangst

Therapie, Coaching oder Nach­hilfe bei Prüfungs­angst, Denk­blockaden und Lern­schwierig­keiten?

Für die wirksame Bewältigung oder Therapie von Prüfungs­angst ist die adäquate Bearbeitung der Ursachen essentiell. Eine Psychotherapie ist dann angezeigt, wenn seelische Probleme den Lern- und Studien­erfolg beein­träch­tigen bzw. Ängste, Stress und Blockaden verur­sachen.

Hingegen hilft Coaching oder Tutoring, wenn belastende Lern-, Studien- und Prüfungs­umstände oder schwierige Lerninhalte übermäßig stressen und zu Prüfungs­ängsten, Denk­blockaden, Lern­schwierig­keiten, Arbeits­blockaden und Stress­zuständen führen.

Im Rahmen eines Lern- und Prüfungs­coachings können effektivere Lern-, Studien- und Prüfungs­strategien entwickelt werden. Bei Über­forde­rung mit dem Lern­stoff braucht es meist einen guten Nachhilfe­unterricht, aber auch hier kann in vielen Fällen ein Lern­coaching helfen.

Die gesundheitlichen und psychischen Folgen von lang­anhaltenden übermäßigen Stress­zuständen und Belastungen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzen­trations­störungen und Angst­zu­stände sollten jedenfalls ärztlich und psychothera­peutisch behandelt werden.

Mit Psychotherapie, Coaching und Tutoring können Prüfungs­ängste und Probleme im Studium in fast allen Fällen rasch und effektiv bearbeitet und gelöst werden.

Bearbeitung der Ursachen von Prüfungs­angst und Prüfungs­stress

Psychotherapie bei Prüfungs­angst mit dem Hintergrund einer seelischen Überforderung

Wenn es eigentlich keinen wirklichen Grund für übermäßige Prüfungsängste gibt, dann ist dies ein Hinweis auf eine psychische Problematik, die mit einer Psychotherapie oder klinisch-psychologischen Behandlung bearbeitet werden kann.

In diesem Fall leiden die Betroffenen eher unter ihren Ängsten, während die Lern-, Studien- und Prüfungsumstände weniger Ursache des Leidens sind. Angstzustände und psychischer Leidensdruck sind hier die Symptome einer Angst­störung, Selbst­wert­problematik, Persönlich­keits­störung oder massiven Über­forderung mit persönlichen Problemen.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen Neurose und Pathologie. Betroffenen einer neurotischen Angststörung (leichte psychische Störung) ist die Irrealität ihrer übersteigerten Ängste bewusst. Hingengen werden bei schweren psychischen Störungen die irrealen Ängste als reale Bedrohung wahrgenommen.

Coaching und Tutoring bei Prüfungs­stress mit dem Hinter­grund einer akademischen Überforderung

Hingegen ist bei Schwierig­keiten aufgrund einer akademischen Überforderung die Angst vor dem Scheitern begründet. Generell ist diese Form der Prüfungsangst weniger mit Leidensdruck, sondern mehr mit Frust, Ärger und Stress verbunden. D.h. die Betroffenen leiden weniger unter ihrer Angst, sondern vielmehr stressen die Lern-, Studien- und Prüfungs­umstände. Deshalb wird hier eher von Prüfungsstress und weniger von Prüfungsangst gesprochen.

Zu beachten ist dabei, dass ein gesundes Maß an Stress ein nützlicher Antrieb zur Bewältigung besonders schwieriger Hürden und Widerstände ist, während über­mäßiger und länger anhaltender Stress zu starken Ängsten und frustrierenden Blockaden führen kann.

Die typischen Auslöser für Prüfungsstress, Ängste, Frustrations­gefühle und Arbeits­blockaden sind hier meist

Begründeten Prüfungs­ängsten und Stressauslösern kann nicht mit Psychotherapie entgegen­gewirkt werden, sondern es braucht die Aneignung entsprechender Kenntnisse, Fähig­keiten, Fertig­keiten, Arbeits­methoden, Denkmuster, Strategien und Routinen, die im Rahmen eines Coachings oder Tutorings vermittelt und erarbeitet werden können.

Mit einer guten fach­lichen Hilfestellung wie Tutoring, Prüfungs­coaching, Wissen­schafts­coaching und Kommunikationstraining ist es praktisch immer möglich, diese akademischen Hürden und Widerstände erfolgreich zu meistern.

Hilfestellungen bei Prüfungs­angst mit dem Hinter­grund persönlicher und familiärer Probleme

Persönliche und familiäre Probleme ohne den Hintergrund einer psychischen Störung können ebenfalls zu massivem Prüfungsstress bis hin zu Prüfungsängsten führen. Hier liegt die Ursache für Stress und Ängste darin, dass die privaten Probleme den Lern- und Studienerfolg zu sehr beeinträchtigen und dadurch eine reale Bedrohung des Scheiterns entsteht.

Die adäquate Hilfestellung orientiert sich an der gewünschten Problem­lösungs­strategie der Betroffenen. Sollen eher die seelischen Hintergründe der persönlichen Probleme bearbeitet werden, empfiehlt sich eine Psychotherapie. Die direkte Bearbeitung persönlicher Probleme und Krisen kann auch im Rahmen einer psychologischen Beratung erfolgen.

Brauchen die Betroffenen eine Unterstützung, um wieder voll in den Lern- und Arbeitsprozess hineinzukommen und insgesamt gezielter zu studieren, kann ein Lern- und Prüfungscoaching weiterhelfen.

Oft ist es ausreichend, mithilfe eines guten Tutorings den relevanten fehlenden Stoff nachzuholen. Ohne den Hintergrund einer seelischen Problematik führt meist schon die Sicherheit mit dem Lernstoff und das damit verbundene Erfolgserlebnis zu mehr Selbstvertrauen und verbesserter Problem­lösungs­fähig­keit.

In manchen Fällen kann die Kombination aus psychologischer Hilfe und fachlicher Betreuung hilfreich sein, z.B. wenn eine scheinbar unüberwindbare Prüfungshürde oder Abschlussarbeit zu einer Lebenskrise oder zu Beziehungsproblemen führt.

Übersicht über Ursachen und Bearbeitung von Prüfungsangst

Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die möglichen Ursachen von Prüfungs­ängsten und die entsprechende Bearbeitung mit Psychotherapie, Beratung, Coaching und Nachhilfe.

Ursache Bearbeitung
Psychische Störungen; störungs­bedingte Verhaltens- und Denk­muster; Persönlich­keits­störungen. Psychotherapie oder klinisch-psycho­lo­gische Behandlung, eventuell in Kombi­nation mit psychiatrischer Behandlung.
Persönliche bzw. familiäre Probleme und Belastungen; Probleme mit Lebens­zielen und Entschei­dungen; Gefühl von Unfrei­heit und funktio­nieren müssen. Wenn die Probleme allein und mithilfe von Freunden nicht mehr bewältigt werden können, hilft eine Psychotherapie oder psychologische Beratung.
Zweifel an der Wahl der Studien­richtung oder fehlende Eignung dafür; Probleme mit dem System oder bestimmten Personen in der Bildungs­einrichtung. Studierenden­beratung; Gespräch mit qualifizierter Vertrauens­person, die mit der Thematik gut vertraut ist (z.B. Lehrer); Gespräche mit guten Freunden und Studien­kollegen.
Ungeeignete Lern- und Prüfungs­strategien; hinderliche Arbeits- und Denk­muster bezüglich Lernen, Prüfungen und Ab­schluss­arbeiten; Über­forderung mit der Studien­organisation. Lern- und Prüfungs­coaching bei einem erfahrenen Lehrenden oder ausge­bildeten Coach, der wirksame Lern-, Studien- und Prüfungs­strategien vermittelt und auf die eigene Studienerfahrung zurückgreifen kann.
Unsicherheit mit dem Lernstoff, weil er nicht verstanden wird oder nicht gefestigt sitzt; fehlendes Grund­lagen­wissen; fehlende Kenntnisse der Arbeits­methoden, Software­anwendung und Lösungs­ansätze. Nachhilfe­unterricht bei einem fach­kun­digen Lehrenden, der Grund­lagen, Lern­stoff und methodisch-systematisches Vorgehen verständlich vermittelt und idealerweise die Begeisterung für das Fach­gebiet auf den Studierenden überträgt.

Prüfungsängste bei Kindern und Jugendlichen

Bei Schul- und Prüfungsängsten im Kindes- und frühen Jugendalter, bei Lernbe­hinderungen (ICD-10 F81) sowie bei Intelligen­zminderung (ICD-10 F70) kann diese Auflistung nicht angewendet werden, da eine andere Dynamik und Problematik zugrundeliegt.

Die Störung wird von entsprechend qualifizierten Experten diagnostiziert und je nach Ursache mittels klinisch-psychologischer, neurologischer, psychiatrischer und psychothera­peutischer Behandlung sowie mit sonder­pädagogischer Förderung bearbeitet.

Unterschied zwischen begründeter Angstreaktion und psychischer Angst­problematik

Die Angstreaktion ist an sich eine wichtige Funktion, welche vor Gefahren und Schäden bewahrt. Bei psychisch gesunden Menschen führt Angst zu einer besonderen Vorsicht und Achtsam­keit sowie zu einem nützlichen Spannungs­zustand, der die körperliche und geistige Leistungs­fähigkeit und Wachheit steigert. In der Folge können Heraus­forderungen effektiver und sicherer bewältigt werden.

Liegt eine Überforderung oder Überlastung vor, dient die Angstreaktion dazu, die Bedrohung ernst zu nehmen und in der Folge abzuwenden. Stehen ausreichend Ressourcen zur Verfügung, kann den Angst­auslösern in Form einer Bearbeitung der Ursachen entgegen­gewirkt werden.

Ob hier eine Psychotherapie oder eine andere Bearbeitungs­strategie zum Einsatz kommt, entscheidet sich aus der Art der Überforderung bzw. Überlastung, die sowohl fachlicher als auch seelischer Natur sein kann.

Beispiel für den Unterschied zwischen begründeter Angstreaktion und psychischer Angstproblematik

Wenn z.B. ein Bergsteiger mit einer zu steilen Wand überfordert ist, weil Können und Erfahrung für diese Heraus­forderung nicht ausreichen, wird für die Bearbeitung der begründeten und realen Angst vor einem Absturz wohl kaum eine Psychotherapie helfen. Hier liegt eindeutig eine fachliche Überforderung vor. Der Betroffene leidet auch nicht unter seinen Ängsten, sondern ist gestresst durch die Über­forderung und verärgert oder frustriet wegen seines Unver­mögens und Versagens, andererseits aber auch angetrieben, sich die fehlenden Fähigkeiten anzueignen. Für die Erarbeitung der erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Routinen zur sicheren Bewältigung der Heraus­forderung braucht es einen guten Kletter­lehrer oder die Begleitung entsprechend erfahrener Kameraden.

Ist allerdings ein Eiffelturm-Besucher aufgrund irrealer Höhenangst emotional überfordert, zu den Aussichts­platt­formen auf der sicheren Treppe hinaufzu­gehen oder mit dem Aufzug hochzufahren, liegt eine Angststörung vor. Hier leiden die Betroffenen weniger unter ihren fehlenden Kompetenzen, sondern vielmehr unter ihren irrealen Ängsten. In diesem Fall ist eine Psychotherapie oder klinisch-psychologische Behandlung die geeignete Methode zur Bearbeitung der Angst­problematik.

Die Beispiele mit dem Bergsteiger und den Eiffelturm-Besucher gelten ebenso für die Heraus­forderungen an der Schule oder Universität. Liegt dem Prüfungsstress eine akademische Überforderung zugrunde, ist für die sichere Bewältigung der Aufgaben die Aneignung entsprechender Kenntnisse, Fertigkeiten, Strategien und Routinen erforderlich. Als geeignete Hilfestellung bietet sich eine Lernhilfe in Form eines Nach­hilfe­unterrichts oder Lern- und Prüfungs­coachings an, je nachdem ob es Probleme mit dem Lernstoff oder mit den Lern- und Prüfungs­strategien gibt.

Wenn die Prüfungsangst hingegen das Symptom einer seelischen bzw. emotionalen Überforderung ist, dann geht es wie beim Eiffelturm-Besucher im Grunde gar nicht um die aktuelle Heraus­forderung selbst, sondern um eine tiefere psychische oder persönliche Problematik, die mit einer Psychotherapie bearbeitet werden kann.

Ursachen, Hintergründe und Therapie psychisch-bedingter Prüfungsängste

Persönliche Probleme

Ursächlich für eine Überforderung oder Überlastung im persönlichen Bereich sind hauptsächlich Probleme und Belastungen im Beziehungs­system der Betroffenen sowie Widersprüche hinsichtlich wichtiger Lebens­ziele und anstehender Entscheidungen.

Insbesondere die großen Heraus­forderungen und Entwicklungs­aufgaben im Jugend- und jungen Erwachsen­enalter können massive Probleme bereiten. Prüfungs­ängste treten hier besondere häufig auf, weil in dieser Lebensphase die Schul- und Berufs­ausbildung einen maßgeblichen Stellenwert hat.

Eine Prüfungsangst ist in diesem Fall weniger mit einer psychischen Störung verbunden, sondern ein gesunder Ausdruck dafür, dass den Betroffenen einfach alles zu viel wird.

Meist kann die Problematik mithilfe von Freunden und Familienangehörigen sowie im Rahmen einer qualifi­zierten Beratung gelöst werden. Bei Bedarf kann eine Psychotherapie weiterhelfen.

Neurotische Angststörung

In vielen Fällen von Prüfungsangst kann von einer neurotischen Angststörung ausgegangen werden. Hier wäre ein Coaching oder eine Lebens­beratung fehl am Platz, sondern es braucht eine Psychotherapie oder klinisch-psychologische Behandlung.

Psychodynamisch betrachtet liegt einer neurotischen Angststörung ein unlös­barer Autonomie­konflikt zugrunde. In einer modernen Gesell­schaft sind alle Menschen mehr oder weniger diesem inneren Konflikt ausgesetzt. Die meisten Menschen gelangen jedoch selbst und mithilfe von Freunden und Kollegen zu einem zufrieden­stellenden Kompromiss zwischen dem Bedürfnis nach Selbst­bestimmung und dem Wunsch nach Sicherheit und sozialer Anerkennung.

Wenn jedoch in der Kindheit die Autonomie­entwicklung beeinträchtigt wurde, kann es zu einer seelischen Überforderung bei der Lösung dieses inneren Konflikts kommen. Zwar versuchen die Betroffenen einen gelungenen Kompromiss zwischen dem Bedürfnis nach der selbst­bestimmten Erfüllung der eigenen Trieb­wünsche einerseits und den familiären und gesellschaft­lichen Wert­haltungen andererseits zu finden, aber aufgrund der Defizite in der Autonomie- und Identitäts­entwicklung scheitern sie daran.

Die Folge ist eine psychische Problematik wie z.B. Angst­störungen, Essstörungen, Zwangs­störungen oder somato­forme Störungen. Eine Psychotherapie fördert die Autonomie- und Identitäts­entwicklung und hilft dabei, die inneren Konflikte zu lösen.

Gemäß psychologischer Lerntheorie können auch langjährig falsch eingelernte Verhaltens- und Denkweisen sowie innere Blockaden, welche in der Kindheit entstanden sind, zu psychischen Problemen und neurotischen Ängsten führen. Häufig handelt es dabei um eine Beeinträchtigung der Entwicklung von Selbstbestimmung, Selbstsicherheit und Selbstwert durch Machtausübung der Bezugs­personen mittels Belohnung und Bestrafung. Mit therapeutischer Begleitung können die störungs­bedingten Verhaltens- und Denkmuster verlernt und die Blockaden gelöst werden.

Pathologische Ängste

Weil sich bei einer neurotischen Angststörung die Betroffenen der Irrealität ihrer Angst bzw. der übersteigerten Reaktion bewusst sind, kann diese Form der Angst nicht als pathologisch eingestuft werden. Zwar liegt eine leichte psychische Problematik vor, die allerdings in einer Psychotherapie oder klinisch-psychologischen Behandlung relativ rasch und einfach bearbeitet werden kann.

Hingegen kann bei depressiven, paranoiden und psychotischen Ängsten von einer Pathologie gesprochen werden. Dabei werden unbegründete Ängste als real wahrgenommen. Z.B. sind die Betroffenen unbegründet extrem besorgt oder sie glauben, dass sie verfolgt werden und ihnen jemand etwas böses will. In diesen Fällen braucht es eine längere Psychotherapie und meist auch eine psychiatrische Behandlung.

Außerdem werden bei manchen Persönlich­keits­störungen äußere Widerstände und Misserfolge als tiefe persönliche Kränkung, Entwertung oder Erniedrigung wahrgenommen. Diese Selbst­wert­problematik kann vor herausfordernden Prüfungen zu schweren Prüfungs­ängsten führen, denn ein Misserfolg würde das Selbst­wert­gefühl weiter drücken, was sogar in einer Depression münden kann. Die Betroffenen spüren diese Gefahr und reagieren mit der Prüfungsangst auf die Bedrohung. Hier ist ebenfalls eine längere Psychotherapie angezeigt.

Selbstunsicherheit

Zwischen den neurotischen und den pathologischen Ängsten liegt die Selbst­unsicher­heit der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeit. Diese Problematik ist gekennzeichnet durch eine leicht depressive Grundhaltung, übermäßige Selbst­kritik und eine relativ große Angst vor zwischen­menschlichen Enttäuschungen.

Eine Prüfungsangst tritt hier meist als ein selbstkritischer Zweifel auf, nicht perfekt genug auf die Prüfung vorbereitet zu sein. In der Psychotherapie ängstlich-vermeidender bzw. selbstunsicherer Persönlich­keits­anteile geht es vor allem um die Bearbeitung der zugrunde­liegenden Bindungs- und Selbstwert­problematik.

Formen von Prüfungs­ängsten

Die meisten Menschen werden sich in einer oder mehreren der hier beschriebenen Formen von Prüfungsangst wiederfinden.

Aufregende Prüfungsangst

Bei der Angst- und Stressregulation sind zahlreiche Neuro­transmitter beteiligt wie Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und körpereigene Opiate. Dieser Cocktail an Neuro­transmitter steigert die körperliche und geistige Leistungs­fähigkeit und Wachheit, was sich kurz vorher und am Beginn des fordernden Ereignisses in Form von Aufgeregt­heit ausdrücken kann.

Nach Beginn der Heraus­forderung legt sich die anfänglich hohe Anspannung und Nervosität auf ein nützliches und förderliches Maß, sodass die Problem­stellung konzentriert und leistungs­stark bewältigt werden kann.

Denk- und Handlungs­blockaden

Ein extremer Spannungs­zustand tritt unmittelbar oder bereits Stunden vor dem Ereignis auf. Während sich bei einer unproble­matischen Prüfungsangst die Anspannung einige Minuten nach Beginn der Heraus­forderung auf einen erträglichen oder sogar förderlichen Zustand reduziert, bleibt hier der extreme Spannungs­zustand aufrecht und führt zu Denk- und Handlungs­blockaden. Die fehlende Angst- und Stress­bewältigung ist für die Betroffenen besonders frustrierend, wenn sie eigentlich viel gewusst bzw. gekonnt hätten.

Vermeidungs­verhalten

In manchen Fällen wird bereits Wochen vor dem Ereignis ein beklemmendes Gefühl wahrgenommen, welches häufig zu Vermeidungs­verhalten führt, z.B. Prüfung oder Referat verschieben. Können die Ängste und Zweifel nach vielem Hin und Her schlussendlich überwunden werden, ist die Angst während der Prüfung meist kein Problem mehr.

Vermeintlich unüberwindbare Heraus­forderungen und Hindernisse

Besonders problematisch sind Prüfungs­ängste hinsichtlich wichtiger Abschluss­prüfungen bzw. Abschluss­arbeiten, die als unüberwindbares Hindernis empfunden werden. Dabei kann die Angst zusätzlich von einem starken inneren Spannungs­zustand begleitet werden, der im Allgemeinen durch den Widers­pruch zwischen dem Bedürfnis, die Sache endlich positiv abzuschließen und dem Wunsch, die Ausbildung abzubrechen und etwas anderes zu machen, verursacht wird.

Schreibblockade

Insbesondere Schriftsteller kennen die berüchtigte Angst vor dem weißen Blatt Papier, von der auch viele Studierende hinsichtlich des Verfassens ihrer wissen­schaftlichen Abschluss­arbeit betroffen sind.

Diese ärgerlichen Schreib- und Arbeits­blockaden können am Beginn und auch während des Arbeits­prozesses auftreten. Meist können die Blockaden, Probleme und Befürchtungen mit einer guten wissen­schaftlichen Betreuung an der Uni oder im Rahmen eines Wissenschafts­coachings gelöst werden. Bei anhaltenden unüberwindbaren Schreib- und Arbeits­blockaden braucht es häufig sowohl eine Psychotherapie als auch eine kompetente fachliche Betreuung.

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Autor: | veröffentlicht: 2014 | zuletzt aktualisiert: 10.11.2019