Prüfungscoaching Wien

Erfolgreich studieren: Mit Coaching zum Prüfungs­erfolg

Im Lern- und Prüfungs­coaching für Studierende werden wirksame Arbeits­techniken, Strategien und Denk­muster zum gefestigten Erlernen und tieferen Verstehen komplexer umfang­reicher Lern­inhalte und zur effektiveren Studien- und Selbst­organisation vermittelt, erarbeitet und weiter­entwickelt.

In vielen Fällen kann mit dem Coaching auch Prüfungsangst vorgebeugt werden, denn der Erwerb dieser Kompetenzen wirkt unmittelbar auf das Selbst­vertrauen und Zutrauen in die eigenen Fähig­keiten. Dadurch wächst auch die Sicherheit, das Wissen bei Prüfungen zuverlässig abrufen zu können.

Spezifische Anforderungen an ein Lern- und Prüfungs­coaching für Studierende

Lernstrategien, Prüfungssituation, Denkweisen und Rahmenbedingungen an der Universität oder Fachhochschule unterscheiden sich wesentlich von der Schule. Vor allem ist ein typisches Lerncoaching für Schüler nicht darauf ausgerichtet,

Deshalb ist es essentiell, dass ein Coaching zur Verbesserung des akademischen Lern- und Prüfungserfolgs auf die Anforderungen eines Studiums an einer Universität oder Fachhochschule abgestimmt ist.

Zudem sollte ein akademisches Lerncoaching bei einem Lehrenden erfolgen, der über umfassende Kenntnisse hinsichtlich Rahmenbedingungen und Anforderungen eines Universitätsstudiums verfügt und die enormen Herausforderungen eines Studiums an sich selbst erfahren hat. Idealerweise ist oder war der Coach als Lehrender oder Tutor an einer anerkannten Universität oder Fachhochschule tätig.

Erst die eigene studentische und akademische Erfahrung ermöglicht es dem Coach, die Studierenden bei den Herausforderungen eines Studiums in vollem Umfang zu unterstützen. Der Prozess, bei dem eine erfahrene Person auf den eigenen Erfahrungs- und Lernprozess zurückgreift und die dabei gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Bewältigungsstrategien an eine weniger erfahrene Person weitergibt, wird Mentoring genannt.

Inhalte eines akademischen Lern- und Prüfungs­coachings

Entsprechend den Lern-und Prüfungsanforderungen eines Studiums vermittelt ein akademisches Lern- und Prüfungscoaching folgende Inhalte:

Lernstrategien

Die Basis für den Prüfungserfolg ist der gelungene Zugang zum Lernen mit geeigneten wirksamen Lernstrategien und Denkmustern. Bekannte Lernmethoden sind selbstbestimmtes, motiviertes und interessiertes Lernen, kreatives Lernen und wissenschaftliches Lernen.

Wissenschaftliches Lernen und Denken

Für Studierende einer Universität ist insbesondere das wissenschaftliche Lernen wichtig, welches das Verstehen von Phänomenen und Erfassen komplexer Zusammen­hänge als wesentliche Voraussetzung hat.

Grundlage für das wissenschaftliche Lernen ist das wissenschaftliche Denken, denn das damit verbundene kritische, analytische und forschende Studieren ermöglicht erst die akademische Herangehensweise an komplexe Lerninhalte und an den immensen Stoffumfang.

Studienorganisation

Insbesondere Studierende an einer Universität sind dabei gefordert, sich den Studienablauf (Semesterplanung, Anmeldung zu LVs und Prüfungen, etc.) sowie die erforderlichen Lernunterlagen selbst zu organisieren.

Im Lerncoaching werden die grundlegenden Strategien der gelungenen Studien- und Selbst­organisation vermittelt. Dabei kann der Coach im Allgemeinen auf seine eigenen (leidvollen) Erfahrungen mit dem Uni-System und den Schwierigkeiten bei der Selbst­organisation zurückgreifen. Hilfreiche Infos über die erfolgreiche Studien­organisation finden Sie in einem Artikel auf karrierebibel.de.

Stoffschwerpunkte erkennen und erfassen

In der Schule ist der Lernstoff im Allgemeinen vorgegeben und viele Studierende waren in der Oberstufe mit ihrer Lernstrategie sehr erfolgreich, den vorgegebenen Stoff detailliert zu lernen und ausgiebig zu üben.

Allerdings können Strategien, die in der Vergangenheit sehr nützlich waren, unter veränderten Umständen eher ein Hemmnis sein. An der Universität braucht es im Gegensatz zur Schule einige schlaue Strategien, um den wichtigen bzw. essentiellen Lernstoff aus dem überwältigenden Gesamtstoff herauszufiltern.

Besonders hilfreich sind dabei Vorlesungsmitschriften und in manchen Fällen die Fragensammlung von Prüfungsfragen der vergangenen Jahre.

Haltungsänderung der prüfendenden Instanz gegenüber

Bei der Setzung von Prioritäten und Schwerpunkten beim Lernstoff sind uns die bewusst ausgegrenzten Inhalte bekannt. Später im Berufsleben können wir bei Bedarf diese Materie nachlernen oder einen Fachexperten hinzuziehen. Z.B. überweist der Allgemeinmediziner den Patienten zum Facharzt.

Neben dem bewussten Nichtwissen existiert jedoch auch unbewusstes Nichtwissen. In diesem Fall glauben wir zu wissen, tatsächlich werden jedoch wesentliche Fakten aufgrund unbewusster Unkenntnis und unbekannter Defizite übersehen.

Zwar kann eine Aufgabe oder Problemstellung scheinbar gelöst werden, aber die Problemlösung ist unzureichend und mit Fehlurteilen behaftet, weil wesentliche unbewusst-unbekannte Fragmente nicht berücksichtigt wurden. In vielen Berufen können durch solche Fehleinschätzungen sogar Menschen zu Schaden kommen.

Verfügen wir über ein Bewusstsein für die Existenz des unbewussten Nichtwissens, können wir rechtzeitig erfahrene Kollegen oder andere Experten konsultieren. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, dass irgendetwas nicht ganz stimmt bzw. übersehen wird.

An der Universität soll ein Bewusstsein für die akademischen Stärken und Schwächen und ein Gespür für unentdecktes unbewusstes Nichtwissen geschaffen werden. Dazu dienen vor allem Prüfungen, Facharbeiten, Projekte und Praktika.

Mit der Bewusstseinsbildung hinsichtlich des unbekannten Nichtwissens kann sich die Grundhaltung der prüfenden, kontrollierenden und korrigierenden Instanz gegenüber ändern. Der Prüfer wird in der Folge nicht mehr als bedrohliche Autorität wahrgenommen, sondern als hilfreicher Begleiter, der sich für die Selbstüberprüfung des erlernten Wissens und Aufdeckung unbewusst-unbekannter Wissensfragmente zur Verfügung stellt.

Kommunikationstraining

Zur Prüfungsvorbereitung kann auch ein Kommunikations- und Präsentationstraining erfolgen, in dem die Schwerpunkte auf folgende Bereiche gelegt werden:

Vorbereitung auf das Aufnahmeverfahren bei zulassungs­beschränkten Studienrichtungen

Für bestimmte Studienrichtungen sind Aufnahme­verfahren vorgesehen, die eine beträchtliche Hürde zum ersehnten Wunschberuf darstellen können, z.B. der MedAT für das Medizinstudium.

Ein Prüfungscoaching kann zusätzlich zu den spezifischen Vorbereitungs­maßnahmen weitere Strategien vermitteln, um gut vorbereitet, zuversichtlich und gelassen zum Aufnahmetest und Auswahlgespräch anzutreten.

Lernmotivation

Neben emotionalen, kognitiven und sozialen Faktoren ist die Lernmotivation ein bestimmender Faktor für den Lernerfolg. Deshalb wird in der Pädagogik ein besonderes Augenmerk auf die Motivationsgründe des Studierenden für den Lernstoff gelegt.

Eine hohe Lernmotivation bedingt im Allgemeinen eine erhöhte Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und begünstigt den Prüfungserfolg. Andererseits kann eine Lern­motivation, die über das Ziel hinausschießt, zur Vernachlässigung anderer wichtiger Lebensbereiche führen und in Frustration, Überlastung und Überforderung enden.

Einhaltung des Lernplans und Umgang mit Ablenkungen und Störfaktoren

Vielen Studierenden bereitet es Schwierigkeiten, mit dem Lernen zu beginnen und einen erfolgversprechenden Lernplan einzuhalten. Manche Studierende lassen sich außerdem allzu leicht von Ablenkungen und Störfaktoren beeinträchtigen.

Hier gibt es einige einfache Tricks und Strategien, konsequenter, konzentrierter und ruhiger zu lernen, sofern den Schwierigkeiten beim Lernen und Konzentrieren keine psychische oder neurologische Problematik zugrunde liegt.

Umgang mit akademischer Überforderung und Überlastung und Vorbeugung von Prüfungsängsten

Eine Überforderung oder Überlastung bei der Prüfungs­vorbereitung ist meist mit Besorgtheit und Prüfungsängsten verbunden. Auch die Rahmen­bedingungen und Prüfungs­voraussetzungen an der Universität können ordentlich stressen, z.B. unsympathischer Prüfer oder hohe Durchfallquoten.

Ein Lern- und Prüfungscoaching schärft das Bewusstsein für Anzeichen einer fachlichen oder organisatorischen Überforderung oder Überlastung und vermittelt wirksame Präventions- und Bewältigungsstrategien.

Elementar zur Vermeidung einer akademischen Überforderung sind die bereits genannten Lerntechniken. Bei Fachgebieten, die sehr schwer zu erfassen sind, kann auch ein Tutoring erforderlich sein.

Als Vorbeugung einer Überlastung helfen geeignete Arbeitsstrategien, gelungene Prioritätensetzung, sinnvolle Schwerpunktsetzung beim Lernstoff, ausreichend Raum für Pausen, Freizeit und Entspannung, ausreichend Schlaf sowie abends ein angemessener Abstand zwischen Lernschluss und Schlafengehen.

Das Studium bzw. eine anstehende Prüfung sollte keinesfalls über alles andere gestellt werden. Von Überforderung, Überlastung und Versagens­ängsten sind besonders jene Menschen betroffen, die sich selbst vorwiegend über ihre Erfolge definieren, anstatt über gelungene zwischenmenschliche Beziehungen.

Auch die geliebten Freizeitaktivitäten sollten nicht zu sehr vernachlässigt werden. Für mich war es immer ganz wichtig, als Ausgleich zur sitzenden einsamen Lern- und Arbeitstätigkeit mehrmals pro Woche Salsa-Tanzen zu gehen.

Tutoring als Ergänzung zum Lerncoaching

Im Lerncoaching werden zwar spezielle Herangehensweisen der selbstständigen Aneignung komplexer Wissensinhalte und Fertigkeiten entwickelt. Aber manchmal braucht es ergänzend zum Lerncoaching einen guten Nachhilfe­unterricht, der Grundkenntnisse, Lernstoff, Methoden und Lösungsansätze verständlich und festigend vermittelt.

Die meisten Lern- und Prüfungscoaches arbeiten mit qualifizierten Nachhilfelehrern zusammen oder bieten im eigenen Fachgebiet professionelles Tutoring an. Z.B. vermittle ich als promovierter Statistiker elementare und fortgeschrittene Kenntnisse der Statistik und Epidemiologie.

Selbstvertrauen und generelle Problem­lösungs­fähigkeit

Ein indirektes Ziel des Lern- und Prüfungscoachings ist die Stärkung von Selbst­vertrauen und genereller Problem­lösungs­fähigkeit infolge der Kompetenz­steigerung beim Lernen und Studieren. In vielen Fällen lösen sich dadurch auch Prüfungsängste auf, denn die Studierenden sind sich ihres Könnens bewusst und sie sind sich sicher, ihr Wissen bei Prüfungen zuverlässig abrufen zu können.

Was ein Lern- und Prüfungs­coaching nicht kann

Emotionale Überforderung

Zwar kann ein Lern- und Prüfungscoaching sehr effektiv und förderlich auf die akademische Überforderung eingehen, nicht jedoch auf eine allfällige emotionale Überforderung aufgrund persönlicher und seelischer Belastungen. Auch die Frage nach einer übertriebenen Lernmotivation kann nicht im Lerncoaching gelöst werden.

Der Unterschied und die Bewältigungsstrategien zwischen emotionaler und akademischer Überforderung kann gut am Beispiel der Überwindung von Höhe erklärt werden:

Eiffelturm-Besucher können mit den Aufzügen oder auf einer sicheren Treppe die Aussichtsplattformen erreichen. Ist ein Besucher aufgrund irrealer Höhenangst emotional überfordert, den Turm hinaufzugehen oder hochzufahren, empfiehlt sich eine Psychotherapie als die geeignete Strategie zur Bearbeitung der Problematik.

Ist ein Bergsteiger mit einer zu steilen Wand überfordert ist, weil Können und Erfahrung für diese Herausforderung nicht ausreichen, wird die begründete und reale Angst vor einem Absturz den Abbruch des Vorhabens zur Folge haben. Für die Erarbeitung der erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung der Herausforderung ist ein erfahrener Kletterlehrer zuständig.

Dies gilt ebenso für die Herausforderungen an der Universität. Liegt der Prüfungsangst eine akademische Überforderung zugrunde, ist für die sichere Bewältigung der Aufgaben die Aneignung entsprechender Kenntnisse, Fertigkeiten, Strategien und Routinen erforderlich.

Wenn eine Prüfungsangst hingegen das Symptom einer seelischen bzw. emotionalen Überforderung ist, dann geht es wie beim Eiffelturm-Besucher im Grunde gar nicht um die aktuelle Herausforderung selbst, sondern um eine tiefere psychische oder persönliche Problematik, die in einer Psychotherapie bearbeitet werden kann.

Persönliche Probleme und Lebenskrisen

Meist wird in einem Lern- und Prüfungscoaching auch über persönliche Themen gesprochen, die mit dem Lernen und der Prüfung zusammenhängen. Auf persönliche, familiäre, soziale, berufliche oder emotionale Probleme kann jedoch nicht näher eingegangen werden.

Wenn die Probleme und Krisen allein oder mithilfe von Freunden nicht mehr bewältigt werden können, kann eine psychologische Beratung oder Psychotherapie helfen. Falls den Problemen eine psychische Problematik zugrunde liegt oder eine Anpassungsstörung (schwere Lebenskrise) vorliegt, sollte eine Psychotherapie oder klinisch-psychologische Behandlung in Anspruch genommen werden.

Eine Krise aufgrund einer Serie von gescheiterten Prüfungen braucht hingegen selten eine Psychotherapie oder Beratung. Solche Enttäuschungen sind eine normale Reaktion für Menschen, die aus sich selbst und ihrem Leben etwas machen wollen.

Vulnerabilität

Die typischen Ängste, Probleme und Krisen in Verbindung mit großen Prüfungen oder dem Verfassen der Diplomarbeit sind eine angemessene Reaktion auf enorme Herausforderungen, bei denen viele Studierende an ihre Grenzen stoßen. Deshalb gibt es an den Ausbildungseinrichtungen (idealerweise) eine fachkundige Unterstützung beim Lern- und Arbeitsprozess.

Wenn allerdings die grundlegende kindliche Entwicklung beeinträchtig wurde und es aufgrund erhöhter Vulnerabilität (psychischer Verwundbarkeit) zu Problemen bei der Angst- und Stressbewältigung kommt, sind klinische Psychologen und Psychotherapeuten die geeigneten Ansprechpartner.

Entwicklungsstörungen und kognitive Beeinträchtigungen

Bei Entwicklungsstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen ist ein Lern- und Prüfungscoaching ungeeignet. Hier liegt eine Problematik zugrunde, die von Psychologen und Neurologen diagnostiziert und entsprechend behandelt wird. Studierende an einer Universität oder Fachhochschule wird dies kaum betreffen, da sie ansonsten die Voraussetzungen für den Studienzugang niemals geschafft hätten.

Unüberwindbare Prüfungsängste und psychische Auffälligkeiten

Sollten die Lernschwierigkeiten und Prüfungsängste unüberwindbar erscheinen und eventuell mit Depressionen, psychosomatischen Beschwerden oder Substanzmissbrauch (Alkohol, Drogen, Beruhigungsmittel) einhergehen, ist eine psychotherapeutische, klinisch-psychologische und gegebenenfalls auch eine psychiatrische Behandlung angezeigt.

Akademische oder emotionale Unterstützung?

Es ist also abzuwägen, ob es bei Problemen im Studium die Aneignung und Erarbeitung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Strategien braucht oder ob die Bearbeitung von persönlichen und psychischen Problemen notwendig ist. Im ersten Fall ist ein qualifizierter Lehrender zuständig, im zweiten Fall kann eine psychologische Beratung oder Psychotherapie helfen.

Ein entsprechend ausgebildeter erfahrener Lern- und Prüfungscoach erkennt meist schon beim Erstgespräch, woran es fehlt und kann gegebenenfalls einen guten Psychotherapeuten oder Psychologen empfehlen.

Autor: | zuletzt aktualisiert: Juni 2019